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FriedWald® Presseinformation
Die Bestattung in der Natur

Die neue Bestattungskultur in der Natur
Über Jahrhunderte waren Friedhöfe und ihre Grabstätten stets der Schauplatz von Tod,
Trauer und
Bestattungen. Doch seit einigen Jahren stellen auch Volkskundler wie Professor Norbert
Fischer fest, dass sich diese Kultur wandelt: Einerseits steigt die Zahl anonymer Rasengräber,
andererseits gibt es immer mehr Baumbestattungen in speziell dafür bestimmten Wäldern
oder Beisetzungen im Meer. Darüber hinaus entstehen virtuelle Erinnerungsseiten im
Internet. Professor Fischer sieht die neue Trauerkultur eingebunden in einen gesellschaftlichen
Umgang mit dem Tod, der von Selbstbestimmung und Anteilnahme geprägt ist. Diese
Einschätzung teilt auch Petra Bach, Geschäftsführerin des hessischen Friedhofbetreibers
FriedWald: "Die Menschen wollen ihre Bestattung planen und es nicht ihren Nachfahren
überlassen, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden", sagt sie. Ein solches Vorgehen bedeute
auch eine Erleichterung für Verwandte und Freunde: Sie haben später einen würdigen Bezugspunkt,
an dem sie sich an den Verstorbenen erinnern können - und sind dennoch nicht
für die Pflege einer Grabstätte verantwortlich. Schritt für Schritt kann eine
Baumbestattung daher inzwischen schon zu Lebzeiten gut organisiert werden. Wie sie vor
sich geht, darüber informiert eine Broschüre, die gratis unter
http://www.friedwald.de/portal/kontakt/ bestellt werden kann.
Der Baum als Denkmal
Baumbestattungen haben eine lange Tradition bei naturverbundenen Forstleuten - so liegt
etwa die letzte Ruhestätte des bedeutenden deutschen Forstwissenschaftlers Heinrich Cotta,
der Mitte des 19. Jahrhunderts starb, in einem früher von ihm betreuten Wald in der sächsischen
Schweiz. Die Idee, die dahinter steht, besagt: Der Verstorbene wird wieder in den Naturkreislauf
aufgenommen, indem seine sterblichen Überreste an den Baumwurzeln ihren
endgültigen Platz finden. Dabei symbolisiert der Baum selbst die Dauer und Standhaftigkeit
eines besonderen Grabmals innerhalb der Natur.

Förster führen durch die Wälder
Wer sich ein solches Grab unter freiem Himmel unter Baumwipfeln aussuchen möchte, hat
heute die Wahl unter 46 Friedwald-Standorten. Es sind nach öffentlichem Recht genehmigte
Begräbnisorte. Meist ist eine Kommune der Waldbesitzer, für die Entstehung und den Betrieb
des Bestattungswaldes sorgen das zuständige Forstamt und das Unternehmen. Kundige
Förster führen Interessierte zu flexibel wählbaren Terminen durch die Wälder und erläutern
ihnen die verschiedenen Grabarten. So ist es beispielsweise möglich, sich für einen
Gemeinschaftsbaum, einen Familien- oder Freundschaftsbaum zu entscheiden. Bis zu zehn
Urnen können an einem Baum bestattet werden.
Raum für Trauer
Bei einer solchen Waldbestattung werden ausschließlich biologisch abbaubare Urnen beigesetzt.
Das bedeutet, dass der Verstorbene in jedem Fall in einem Krematorium eingeäschert
wird. Die Wälder, die als Bestattungsorte genutzt werden, sind über 99 Jahre durch ein
schonendes Konzept in ihrem Fortbestand gesichert. Ihnen kommt zudem eine neue Bedeutung
zu, da sie einen natürlichen Raum für Trauer bieten.
Flexibel trotz Vertrag
Wenn man sich einen Baum ausgewählt hat, kann ein Anrecht darauf erwerben, an ihm bestattet
zu werden. Doch es ist auch möglich, sich anders zu entscheiden, wenn sich die Lebensverhältnisse
verändern und man beispielsweise umzieht. Ebenso können Plätze an
Freundschafts- oder Gemeinschaftsbäumen getauscht werden. Will man von vornherein flexibel
bleiben, kann in einem Vertrag auch lediglich festgehalten werden, in welcher der verschiedenen
Preiskategorien der Baum oder der Bestattungsplatz später einmal liegen soll.

Zeremonien selbst bestimmen
Ablauf und die Riten, die die Bestattung begleiten, können frei schon zu Lebzeiten oder später
von den Angehörigen bestimmt werden. Ein Bestatter, den diese sich auswählen können,
unterstützt sie dabei. Es gibt christliche Bestattungen, bei denen ein Priester oder Pfarrer
eine Andacht an einem dafür vorgesehenen Platz im Wald abhält. Anschließend werden die
Hinterbliebenen von einem Förster zur Grabstelle begleitet – dieser trägt dann die Urne.
Auch Beisetzungen ohne geistlichen Beistand sind möglich, ebenso wie eine musikalische
Begleitung der Zeremonie. Blumen sind dabei allerdings nicht gestattet, deshalb wird meist
Laub vom Waldboden in die Graböffnung gelegt.

Ein Lageplan zeigt den Weg
Die Bäume, an denen Menschen bestattet sind, können mit einem Namensschild gekennzeichnet
werden. Außerdem erhalten die Angehörigen einen Lageplan, damit sie das Grab
bei einem Erinnerungsspaziergang leicht wiederfinden. Es ist aber auch möglich, sich anonym
bestatten zu lassen. Die Führung durch einen FriedWald ist gratis. Wer sich dafür interessiert,
kann sich unter Telefon 06155-848-200 sowie unter www.friedwald.de anmelden.
Auf der Homepage bietet ein Video aber auch die Möglichkeit eines virtuellen Rundgangs.

Bild 1 FriedWald Presse. St. Antonius-Kapelle im FriedWald Bad M├╝nstereifel
Bild 2 FriedWald Presse.F├Ârsterjahrestreffen im FriedWald Rheinau (2)
Bestattungsinstitut Taddiken 26409 Wittmund Auricher Str.24 - Betriebsstätten in Jever und Wilhelmshaven  | Tel: 04462-20 50 90 - mobil: 0163 - 210 66 83